Zu einem nicht ganz alltäglichen Einsatz kam es am Freitag in den frühen Morgenstunden: Ein Kalb war in eine Güllegrube gestürzt und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.
Wir rückten umgehend mit einem Tanklöschfahrzeug sowie der Drehleiter zum Einsatzort aus. Nach dem Eintreffen wurde die Lage erkundet und rasch ein Plan zur schonenden Rettung des Tieres erstellt.
Zwei unserer Kameraden rüsteten sich mit Atemschutzgeräten und Watthosen aus und stiegen in die hüfthoch gefüllte Güllegrube hinab. Das Kalb war glücklicherweise noch fit, zeigte sich ruhig und leistete nur geringen Widerstand. Über einen spalt zwischen zwei Dächern konnte ein sicherer Zugang zur Grube geschaffen werden. Das Tier wurde fachgerecht angeschlagen und anschließend mithilfe der Drehleiter aus der Grube gehoben.
Nach der Rettung wurde das Kalb von uns gründlich abgewaschen. Anschließend begab es sich wieder in den warmen Stall, wo es sofort zu fressen begann – ein deutliches Zeichen dafür, dass es den Vorfall gut überstanden hatte.
Ein großer Dank gilt unseren beiden Atemschutzträgern sowie der gesamten Mannschaft für das professionelle und reibungslose Vorgehen. Nach dem Einrücken ins Gerätehaus durften unsere beiden „Gülletaucher“ zuerst eine wohlverdiente heiße Dusche genießen, während sich der Rest der Mannschaft um die gründliche Reinigung der eingesetzten Geräte kümmerte.
