Monatsübung Mai: Herausfordernder Einsatz bei landwirtschaftlichem Anwesen 

Am Mittwoch, den 06.05.2026, rückte die Freiwillige Feuerwehr Fügen zur monatlichen Übung aus. Unter der fachkundigen Leitung von Übungsleiter und Gruppenkommandant Stefan Hauser wurde ein Szenario beübt, das Technik, Ausdauer und taktisches Geschick gleichermaßen forderte. 

Komplexes Einsatzszenario am Hof 

Als die Einsatzkräfte am Übungsobjekt, einem landwirtschaftlichen Anwesen, eintrafen, wurde die Lage durch Kommandant Stefan Flörl erkundet. Das Szenario war kritisch: Ein stark verrauchter Tennen und insgesamt zwei vermisste Personen forderten sofortiges Handeln. Ein Atemschutztrupp drang umgehend zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in den verrauchten Bereich vor und konnte dort das erste Opfer erfolgreich bergen. Zeitgleich bereitete die restliche Mannschaft die technische Rettung am Schlepper vor, unter dem die zweite Person eingeklemmt war. 

Logistische Herausforderung: Die Distanz als Gegner 

Eine besondere Schwierigkeit dieser Übung am 6. Mai war die Wasserversorgung. Da das Objekt abgelegen lag, musste eine Relaisleitung über mehrere hundert Meter aufgebaut werden. Dies hatte direkte Auswirkungen auf die technische Rettung: Das LFB-A war zur Sicherstellung der Wasserversorgung fest in die lange Schlauchleitung integriert und stand somit zwangsläufig weit entfernt vom eigentlichen Geschehen. Da sich die benötigten Hebekissen im LFB-A befanden, war die Mannschaft körperlich besonders gefordert. Die schweren Geräte und das notwendige Zubehör mussten über die gesamte Distanz der Relaisleitung zum Schlepper transportiert werden. Trotz dieser physischen Belastung gelang es den Kräften zügig, die Hebekissen in Stellung zu bringen und die Last sicher anzuheben. Die eingeklemmte Person konnte so fachgerecht befreit und anschließend, wie auch die erste geborgene Person, an den fiktiven Rettungsdienst übergeben werden. 

Fazit der Übungsleitung 

In der abschließenden Besprechung zeigten sich KDT Stefan Flörl und GRKDT Stefan Hauser äußerst zufrieden mit der gezeigten Leistung. Die Übung verdeutlichte eindrucksvoll, wie wichtig die Kommunikation und das Ressourcenmanagement sind, wenn Fahrzeuge aufgrund der Wasserversorgung weit auseinandergezogen agieren müssen. Ein herzliches Dankeschön gilt der Besitzerfamilie des Anwesens für die Gastfreundschaft und die Möglichkeit, unter so realistischen Bedingungen trainieren zu können. Besonders freute uns die Einladung der Familie im Anschluss an die Übung: Bei einer gemeinsamen Verpflegung mit Essen und Getränken konnten wir den Abend kameradschaftlich ausklingen lassen. 

Bericht: OFM Martin Ludwig // Fotos: HV Christian Schiestl 

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